Information über die Gefahr von Gärgasen

Sehr geehrte Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Die Freiwillige Feuerwehr Feuersbrunn möchte Sie zu Beginn der Weinlese besonders auf die Gefahren, die durch Gärgase entstehen können, hinweisen.
Chemisch gesehen handelt es sich bei Gärgas um Kohlendioxid (CO2), welches bei der alkoholischen Gärung entsteht. Das entstehende Gas ist schwerer als Luft. Am Boden bildet sich dadurch ein (unsichtbarer) „Kohlendioxid-See“, der die Umgebungsluft verdrängt. Der folgende Sauerstoffmangel führt rasch zum Tod durch Ersticken.
Achtung: Kohlendioxid ist nicht nur farblos, sondern auch geruchlos. Ein allgemeiner Gärgeruch ist daher kein zuverlässiger Hinweis auf das Vorhandensein einer tödlichen Gas-Konzentration!
Wir ersuchen Sie vor Betreten Ihres Weinkellers genau zu prüfen, ob Gärgase vorhanden sind. Dazu empfiehlt sich die Installation eines Kohlendioxid-Warngerätes, das idealerweise gleich mit einem Absauggebläse gekoppelt ist. Beim Kellereingang sollte auf die drohende Gefahr mittels eines geeigneten Hinweisschildes aufmerksam gemacht werden. Die Druckvorlage für dieses Schild kann auf unserer Homepage herunter geladen werden!
Bitte beachten Sie, dass die alte Kerzenprobe zur Bestimmung von Gärgas ungeeignet ist. Während Lebensgefahr bereits bei einer Konzentration von 8-10% CO2 eintritt, erlischt eine Kerze erst bei einem CO2-Gehalt von 14%.
Sollte es zu einem Notfall kommen, ist unverzüglich und ausschließlich ein Notruf abzusetzen. Der Notruf 122 ist ständig besetzt!
In keinem Fall dürfen selbst Rettungsmaßnahmen ohne entsprechende Schutzausrüstung (umluftunabhängiger Atemschutz) durchgeführt werden!
Zur Vorbeugung haben wir während der Weinlese Atemschutzgeräte in der Kellergasse stationiert, um auch jederzeit schnell eingreifen zu können. Außerdem haben wir dieses Informationsschreiben im Ort und in der Kellergasse für Sie ausgehängt und unterstützen Sie jederzeit gerne bei weiteren Fragen zu diesem Thema.
Es zeichnet mit freundlichen Grüßen
der Feuerwehrkommandant:
Josef Schmidt
Oberbrandinspektor

Gärgasinfo2017