Konzert des Waidhofner Kammerorchester

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Konzert des Waidhofner Kammerorchester

Waidhofner Kammerorchester unter der Leitung von LHstv. Mag. Wolfgang Sobotka
am 13. Jänner 2012
19.30 Uhr im Haus der Musik

Karten: €25,00
Bestellung am Gemeindeamt der Marktgemeinde Grafenwörth unter 02738/2212 17

Kammerorchester Waidhofen an der Ybbs
Tradition und Intention Das Kammerorchester Waidhofen an der Ybbs wurde im Jahre 1972 als eigenständiger Verein gegründet. Seine Vorläuferorganisationen reichen jedoch bis ans Ende des 19. Jahrhunderts zurück, sodass die Orchestergründung auf einem gut bestellten Boden bald reiche Früchte trug. Lange Zeit hindurch gestalteten Persönlichkeiten wie Prof. Erich Kolar als musikalischer Leiter, SR Friedrich Richter als Obmann und die Herren Dr. Franz Stepanek (Violine) und Prof. Rudolf Groß (Violoncello) als erfahrene Pädagogen maßgeblich den Weg, den das Orchester bestritt.
Ein besonderes Kennzeichen des Orchesters stellten und stellen seine Solisten dar. Einerseits wird weiterhin an der Tradition festgehalten, hausintern, noch in der Ausbildung stehenden Musikern die Möglichkeit zu geben, ihre solistischen Erfahrungen zu vertiefen, andererseits bemüht sich das Orchester um arrivierte und bekannte Solisten, die zum überwiegenden Teil aus den großen heimischen Orchestern und Opernensembles kommen und mit dem Kammerorchester in persönlichem Kontakt stehen.

Untrennbar mit der Geschichte des Kammerorchesters ist die Person des Konzertmeisters der Wiener Philharmoniker, Rainer Küchl, verbunden, der als Solist in weit mehr als 80 Konzerten dem Orchester seiner Heimatstadt stets seine musikalische und menschliche Freundschaft anbot und so auch wesentlichen Einfluss auf die Qualität des Klangkörpers nahm.
Der Aktionsradius des Kammerorchesters reicht weit über die Grenzen Waidhofens und Niederösterreichs hinaus.
Konzerttourneen führten das Kammerorchester Waidhofen an der Ybbs bisher in europäische Länder (Italien, BRD, Ungarn, Kroatien), nach China (2000) und in den Iran (2001).
Seit 1984 wird im Zweijahresrhythmus nach traditionsreichem Vorbild ein Neujahrskonzert gespielt, dessen Leitung zeitweise Prof. Küchl innehat und das vom Straußforscher Prof. Mailer betreut wird.
Auch in der Zusammenarbeit mit anderen musikalischen Organisationen hat das Orchester sich mannigfach bewähren können. Um sich unter speziellen Voraussetzungen mit barocker und moderner Musik zu beschäftigen, wurde 1977 das Barockensemble des Kammerorchesters ins Leben gerufen, das einmal jährlich nach einem intensiven Probenseminar in der Propstei Eisgarn eine Konzertreihe absolviert. Uraufführungen, selten gespielte Werke der Orchestermusik bilden dabei den Schwerpunkt. 1996 wurde das Barockensemble in „ensemble mosaik“ umbenannt.
Die Aufgaben des Kammerorchesters ergeben sich aus seinen Statuten. Das Orchester ist ein Amateurorchester, das sich im wesentlichen aus Musikern aus dem Raum Waidhofen – Ybbstal zusammensetzt. Neben der Pflege des gemeinsamen Musizierens zur persönliche Erbauung gehört die Nachwuchsförderung der heimischen jungen Talente und der infrastrukturelle, volksbildnerische Aspekt zu den Aufgaben des Orchesters.
Ensemblegeist und freundschaftliche, fast familiäre Atmosphäre so­wohl im musi­kalischen als auch im privaten Zusam­men­sein sind ne­ben den musikalisch - techni­schen Grund­lagen die Garanten für die stete Weiterentwicklung der Orchestergemein­schaft.

Die Programme des Kammerorchesters ent­hal­ten vor allem Werke der Klassik und der Romantik. Solistenkonzerte stellen wie aus der besonderen Situation und den Aufgaben hervorgeht, einen Schwer­punkt dar. Entsprechend den technischen und besetzungstechnischen Vor­gaben wird das Programm auch zur Moderne hin erweitert.
Im Laufe der Zeit hat sich das Orchester ein großes Reper­toire erarbeitet, wobei die Sym­phonien Haydns, Mozart, Beet­hovens, Schu­berts, Brahms, Bruck­ners und Dvo­raks eine zentrale Stel­lung einnehmen. Einen weiteren Schwer­punkt stellen, da dem Orchester immer erstklassige Solisten zur Verfügung stehen, die Solokonzerte der Klassik und Romantik dar. So wurden z. B. sämtliche Violinkonzerte Bachs und Mozarts, aber auch die großen Violinkonzerte Beethovens, Mendelssohns, Bruchs und Paganinis gespielt, ebenso wie die Bläserkonzerte von Weber oder Mozart und die Klavierkonzerte Beethovens, Liszts und Sibelius´.

Aufgrund der viel­fältigen Aufgaben, die das Orchester zu bewältigen hat, zählen auch Mes­sen, Oratorien und Kantaten zum Pro­gramm des Orchesters. Auch Werke wie „Karneval der Tiere“, „Peter und der Wolf“, „Carmen-Suite“, „Feuerwerks­musik“, „Holberg-Suite“, „Peer Gynt“, oder „Die Moldau“ werden immer wieder ins Programm genommen. Einen besonderen Akzent setzen die Werke der Strauß-Dynastie, die in den bereits zur Tradition gewordenen Neujahrskonzerten aufgeführt werden.
Als wesentliche Bereicherung hat sich die Zusam­men­arbeit mit der Singgemeinschaft „Cantores Dei" aus Allhartsberg bei Amstetten (NÖ) herauskristallisiert. So konnten Groß­werke wie Händels „Messias“ oder Men­dels­sohns „Elias“ oder Haydns „Die Jahreszeiten“ sowie Bachs „Weihnachtsoratorium“ und „Johannespassion“ aufgeführt werden. Die eindrucksvollen Konzerte in der Basilika Sonntagberg und der Stiftskirche Seitenstetten stellen Glanzpunkte im Tätigkeitsjahr des Kammerorchesters dar.

12.12.2011